HÖRSPIEL - Ein Gespräch mit dem Autor und Regisseur Paul Plamper
Freitag, 22. Mai 2015, 14-17h
Ort: Universitätsbibliothek (Bergische Universität, Gebäude BZ, Gaußstraße 20, 42119 Wuppertal)
Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppen Erzählforschung und Populärkultur des Zentrums für Graduiertenstudien
Der Autor, Hörspiel- und Theaterregisseur Paul Plamper (*1972) entwirft akustische Gesellschaftsbilder, die verstören: Feldforschung verbindet sich mit Fiktion, Unterhaltung mit Kritik und Populärkultur mit künstlerischer Kompromisslosigkeit. Seine grenzüberschreitenden Hörspiele thematisieren die Rolle des Hörers/Besuchers. Hörspiel-Installation, Audio-Walk, Hör-Comic, Rap-Ballade oder Dokument-Collage – Plamper erprobt und erweitert die medialen und ästhetischen Möglichkeiten auditiver Narration und lotet dabei ungeahnte Potentiale von Sprache, Stimme und Stille aus.
Seine Hörspiele wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD für den Stadtbrachen-Hörspiel-Parcours „Der Kauf“ (2013) und mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden für sein Hörspiel „Ruhe 1“ (2009), das 2008 als begehbare 29-Kanal-Ton-Installation im Museum Ludwig/Köln zu sehen und zu hören war.
Paul Plamper ist einer der innovativsten und gefragtesten Hörspielmacher der Gegenwart. Im Autorengespräch gibt er anhand von Audio- und Bildmaterialien Einblicke in seine Arbeit.
„Unsere Art von Manipulation ist eine anregende, eine antippende. Sie hat nichts mit Überwältigung zu tun. Ich finde, das macht unsere Lügen außergewöhnlich glaub-würdig. Wie schön, dass Hörspiel etwas Provisorisches ist, angewiesen auf die Vollendung im Kopf des Hörers. Wie angenehm machtlos, angreifbar und zerbrechlich unser Medium ist. Wenn wir es schaffen, jemanden zu packen, dann sind unsere Stärken die schönsten.“ (Paul Plamper)
Kontakt: Andreja Andrisević, andrisevic@uni-wuppertal.de
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